Übersicht Uhr Farben 3D-Druck Zusammenbau Download Fertigung

Du kannst Dir auf dieser Seite eine individuelle Uhr aus verschiedenen Gehäusen, Zifferblättern und Zeigern zusammenstellen oder die Uhr aus einer Vorlage übernehmen und sie anschließend anpassen. Alle benötigten Druckdateien werden in einer Zip-Datei zusammengefaßt, die Du anschließend downloaden kannst.

Fotos gedruckter Uhren. Für eine Detailansicht klicke oder tippe auf eine Uhr; dort kannst Du die Einstellungen übernehmen.

Uhr

Gestalte in diesem Abschnitt eine Uhr, bestehend aus Gehäuse, Zifferblatt, Zeigern und Uhrwerk, sieh sie Dir in der Vorschau an und wenn Du mit dem Ergebnis zufrieden bist, dann kannst Du die zu druckenden Bauteile hier downloaden.

Farben

Die tatsächlichen Farben der gedruckten Uhr werden durch die verwendeten Filamente bestimmt. Die hier dargestellten Farben sind nur eine Annäherung.

3D-Druck

Die Uhr besteht aus den folgenden Druckteilen:

case.stlGehäuse der Uhr
spacer.stlAbstandsring zwischen Glasscheibe und Zifferblatt
back-panel.stlRückwand zur Aufnahme des Uhrwerks
dial.stlZifferblatt
axle-fairing.stloptionale Achsverkleidung der zentralen Befestigungsschraube
hour-hand.stlStundenzeiger
minute-hand.stlMinutenzeiger
second-hand.stloptionaler Sekundenzeiger
disc.stloptionale Farbscheibe für das Zifferblatt Palmerstone

Ich empfehle für alle Druckteile PLA-Filament, da dieses unkompliziert gedruckt werden kann und meiner Erfahrung nach das qualitativ beste Ergebnis liefert. Nachteilig ist allerdings die geringe Temperaturbeständigkeit; ab etwa 55 Grad wird das Material weich. Eine in PLA gedruckte Uhr sollte also nicht in einer Sauna hängen.

Das Uhrengehäuse (case.stl) wird mit einer 0,4 mm Düse gedruckt. Es hat einen Durchmesser von 24 bis 25 Zentimetern, eine lichte Öffnung von 22,5 cm und eine Tiefe von rund 4,5 cm. Die Druckzeit eines Gehäuses in hoher Qualität liegt zwischen 8 und 14 Stunden. Das runde, schmale Gehäuse kann um 180  gedreht in einem Rutsch gedruckt werden. Die Vorderseite des Gehäuses liegt dann auf dem Druckbett. Für die anderen Gehäuse empfehle ich die Verwendung einer normalen Stützstruktur und für die Schnittstelle zwischen Gehäuse und Stützstruktur ein Supportfilament.

Der Abstandsring (spacer.stl) wird ebenfalls mit einer 0,4 mm Düse gedruckt. Der Ring ist normalerweise 17 mm hoch, damit zwischen den Zeigern und der Glasscheibe genügend Raum für die Zeigerbewegung verbleibt. Für Uhren ohne Sekundenzeiger kannst Du die Höhe des Abstandsrings auch um einige Millimeter reduzieren und die Gehäusehöhe ebenfalls anpassen.

Die Rückwand (back-panel.stl) inklusive dem aufgedruckten QR-Code wird in zwei Farben sowie einem Supportfilament mit einer 0,4 mm Düse mit normaler Stützstruktur gedruckt. Der Farbwechsel für den QR-Code erfolgt erst in der vorletzten Schicht. Wenn Du den QR-Code nicht sichtbar drucken möchtest, dann kannst Du auf den Farbwechsel verzichten.

Für den Druck des Zifferblatts (dial.stl) verwende ich zwei Farben mit einer 0,2 mm Düse und einer Schichthöhe von 0,1 mm. Das Filament bzw. die Farbe wird dann ab einer Höhe von 0.5 mm einmal gewechselt und Striche, Zahlen und andere Elemente werden erhaben mit einer Höhe von 1 mm gedruckt. Das Zifferblatt hat einen Durchmesser von 23 cm. Je nach Ausführung dauert der Druck auch mal mehr als 10 Stunden.

Die Farbscheibe (disc.stl) wird nur für das Zifferblatt Palmerston benötigt. Sie wird mit einer 0,2 mm Düse und einer Schichthöhe von 0,1 mm gedruckt und später in das Zifferblatt eingeklebt. Grundsätzlich lassen sich auch Zifferblatt und Farbscheibe gemeinsam drucken, allerdings hat dies häufige Filamentwechsel und ein schlechters Druckbild zur Folge.

Alle anderen Teile, also Stundenzeiger, Minutenzeiger, Sekundenzeiger und die Achsverkleidung drucke ich mit einer 0,2 mm Düse bei einer Schichthöhe von 0,1 mm.

Beachte bitte, daß nicht alle Filamente mit einer 0,2 mm Düse gedruckt werden können.

Zusammenbau

Für den Bau benötigst Du außer den Druckteilen noch eine Glasscheibe, eine Montagescheibe und natürlich ein Uhrwerk. Da ein Bild bekanntlich mehr als tausend Worte sagt, folgen hier demnächst Aufnahmen des Zusammenbaus …

Zur Abdeckung der Uhr verwende ich eine durchsichtige Scheibe mit einem Durchmesser von 23 cm und einer Dicke von 2 bis 3 mm. Verwenden kannst Du Plexiglas, normales Fensterglas oder sogenanntes Museumsglas. Museumsglas, das unter verschiedenen Bezeichnungen angeboten wird, ist ein entspiegeltes Spezialglas für Bilderrahmen. Es ist optimal für die Uhren geeignet, da es Reflexionen auf ein Minimum reduziert und zudem einen hohen UV-Schutz bietet. Allerdings ist die Anfertigung einer solchen Glasscheibe nicht ganz billig.

Das Zifferblatt wird auf eine runde Montagescheibe mit 23 cm Durchmesser und 10 mm starken Mittellochbohrung geklebt. Dies erhöht zum einen die Stabilität und verhindert zudem das Durchscheinen des Uhrwerks, da das Zifferblatt sehr dünn gedruckt ist. Als Material verwende ich eine weiße Hartschaumplatte mit einer Stärke von 3 mm, die ich dann mit einem Kreisschneider ausschneide. Du kannst aber auch andere Materialien wie Holz oder Kunststoff verwenden, solange die Plattenstärke nicht 3 mm überschreitet.

Geeignet als Uhrwerk sind alle handelsüblichen Quarz- und Funkuhrwerke mit einer Mittellochbefestigung (10 mm Achsdurchmesser) und einer Schaftlänge von 14 bis 15 mm. Die Tiefe des eigentlichen Uhrwerke sollte 20 mm nicht überschreiten. Die Uhrwerke gibt es in zwei Varianten: mit springendem oder schleichendem Sekundenzeiger. Für Uhren ohne Sekundenzeiger spielt dies keine Rolle. Bei Uhren mit Sekundenzeiger sind schleichende Sekundenzeiger vermutlich die bessere Wahl. Sie besitzen meiner Erfahrung nach ein größeres Drehmoment und sind praktisch lautlos.

Für die Montage des Zifferblatts wird zunächst das gedruckte Zifferblatt mit Sekundenkleber auf die Montagescheibe geklebt. Die Innenbohrung kannst Du gegebenfalls mit einem Stufenbohrer nacharbeiten. Jetzt wird das Uhrwerk eingesteckt und mit der Zentralschraube befestigt. Achte dabei auf die richtige Ausrichtung von Uhrwerk und Zifferblatt. Du solltest das Uhrwerk anschließend noch mit etwas Heißkleber fixieren.

Die optionale Achsabdeckung, Stunden- und Minutenzeiger werden auf die Achse gesteckt. Die Achsabdeckung kann mit wenig Sekundenkleber auf der Mutter fixiert werden. Stunden- und Minutenzeiger müssen stramm auf den Achsen sitzen und sollen möglichst parallel zum Zifferblatt ausgerichtet werden, damit sich die Zeiger nicht gegenseitig blockieren.

Wenn Du eine Uhr mit Sekundenzeiger bauen willst, dann wird die Befestigung des Sekundenzeigers vermutlich die größte Herausforderung. Die Achsaufnahme läßt sich nicht drucken und Du muß einen vorhandenen Sekundenzeiger bzw. dessen Achsaufnahme verwenden. Die Aufnahme ist zumeist aus Messing gefertigt und kann vom Zeiger getrennt werden. Diese wird dann mit Sekundenkleber in den gedruckten Zeiger geklebt. Das muß akurat erfolgen, da die Achsaufahme möglichst senkrecht zum Zeiger stehen soll.

Lege für die Endmontage das Gehäuse kopfüber auf eine ebene Platte und lege dann die Glasscheibe ein. Die Glasscheibe sollte möglichst sauber und fettfrei sein. Dann wird der gedruckte Abstandsring und schließlich das Zifferblatt mit Zeigern und Uhrwerk eingelegt. Achte auf die richtige Ausrichtung des Zifferblatts. Zum Schluß folgt die Rückwand, die ebenfalls ausgerichtet werden muß. Wenn alles paßt und die Uhr frei läuft, solltest Du die Rückwand noch mit ein paar Tropfen Heißkleber am Gehäuse fixieren. Heißkleber sichert den Aufbau und kann bei Bedarf wieder gelöst werden.

Download

Der Download enthält alle benötigten Druckdateien für die von Dir zusammengestellte Uhr. Sie werden in einer Zip-Datei zusammenfaßt.

Beachte bitte, daß die Dateien unter der Creative Commons NonCommercial License (CC BY-NC) stehen und nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind.

Fertigung

Eine Uhr zu entwerfen und eine zu bauen, sind zwei verschiedene Dinge. Ein Entwurf ist auf dieser Webseite schnell gemacht. Zum Bau brauchst Du Werkzeuge und Materialien, zum Beispiel einen 3D-Mehrfarbdrucker mit passenden Filamenten. Und dann mußt Du das auch handwerklich meistern.

Wenn ich das übernehmen soll, dann sende eine Mail an webmaster@ludi.de.